Kirche öffnet sich zum Viertel: St. Martin in Dortmund wird Teil der Manifesta 16 Ruhr

Sie ist damit offizieller Teil der renommierten europäischen Kunstbiennale Manifesta 16 Ruhr, die vom 21. Juni bis zum 4. Oktober 2026 in der Region stattfindet.

Eine 70 Jahre alte Vision wird Wirklichkeit

Das Herzstück des Dortmunder Beitrags bildet die Errichtung einer sogenannten „Piazzetta“ vor der Südwand der St.-Martin-Kirche. Damit realisiert die Gemeinde eine städtebauliche Vision, die bereits vor rund 70 Jahren angedacht, aber nie umgesetzt wurde. Der neue, offene Marktplatz soll während der Biennale als lebendiger Treffpunkt im Viertel dienen und die Nachbarschaft aktiv zusammenbringen.

Gelebte Transformation durch Ehrenamt

Das Projekt von St. Martin unterscheidet sich maßgeblich von vielen anderen Ausstellungsorten der Manifesta: Es wird komplett in Eigenregie von der Kirchengemeinde getragen und rein ehrenamtlich von den Menschen vor Ort umgesetzt und vom Stadtbezirksmarketing Innenstadt-Ost unterstützt. Im Fokus steht die Frage, wie sich kirchliche Räume in Zukunft zu offenen, zivilgesellschaftlichen Orten der Begegnung wandeln können.

Starke Präsenz im Erzbistum Paderborn

St. Martin, Teil des Pastoralen Raumes Dortmund-Mitte, ist nicht das einzige Gotteshaus in der Stadt, das sich für die Biennale öffnet. Mit der Kirche Heilige Familie in Marten und der Heilig-Geist-Kirche wurden insgesamt drei katholische Standorte in Dortmund ausgewählt. Das Erzbistum Paderborn unterstützt diese Initiative ausdrücklich, um neue Formen der gesellschaftlichen Teilhabe abseits der klassischen religiösen Nutzung zu erproben. Alle Veranstaltungen, Kunstprojekte und Aktionsräume im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr sind für die Öffentlichkeit komplett kostenfrei zugänglich.

Über die Manifesta 16 Ruhr

Die Manifesta ist die europäische Biennale für zeitgenössische Kunst und Kultur. Im Jahr 2026 findet sie in der Metropole Ruhr statt und untersucht das Verhältnis von Kultur, Urbanität und sozialem Wandel.

Veranstaltungshinweis

Die katholische Kirchengemeinde St. Martin lädt herzlich ein zur Eröffnung der Ausstellung „Ein Nachkriegsquartier und seine Kirche“ und dem Einführungsvortrag „Zwischen Notkirche und Betonskulptur. Dortmunder Kirchenbau nach 1945“ am 21.06.2026 um 17 Uhr, in der Sankt Martinkirche (Gabelsbergerstraße 32).

Die Vernissage am 21. Juni um 17 Uhr richtet sich an alle Quartiersbewohner*innen sowie an Interessierte aus Stadt und Region. Im Rahmen der Vernissage wird es die nachfolgenden drei Vorträge in der St. Martin-Kirche (Gabelsbergerstraße 32) geben:

  • Neue Perspektiven für Kirchenräume, 
    Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding (Paderborn)
  • Zwischen Notkirche und Betonskulptur. Dortmunder Kirchenbau nach 1945, 
    Eva Dietrich, LWL-Denkmalpflege
  • Eine Kirche und ihr Quartier, 
    Bettina Heine-Hippler

Eröffnung der Manifesta 16 Ruhr + durch Kinder aus der Kirchengemeinde


Weitere Infos zum Stadtteil Innenstadt-Ost finden Sie hier.

Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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