Die Geschichte von „Meute“ führt in eine französische Kleinstadt am Ende des 19. Jahrhunderts: Im Institut für Zeitgenössische Wissenschaften gelingt es Forschenden erstmals, einen lebenden Werwolf gefangen zu nehmen. Für die junge Praktikantin Margot scheint dies die einmalige Gelegenheit zu sein, sich in der Wissenschaft zu beweisen. Doch von ihren männlichen Kollegen ausgebremst, bleibt sie mit ihren Beobachtungen zunächst allein. Schon bald erkennt sie, dass der gefangene Werwolf nicht das Monster ist, als das er betrachtet wird. Gemeinsam mit dem Werwolf Versailles entscheidet sie sich schließlich zur Flucht in eine ungewisse Zukunft.
Mit „Meute“ erzählt Noëlle Kröger eine atmosphärische Geschichte über Vorurteile, Machtstrukturen und gesellschaftliche Ausgrenzung. Die Graphic Novel versteht sich als eindringliches Plädoyer dafür, diskriminierende Denkweisen zu hinterfragen und neue Wege des Zusammenlebens zu suchen – für Menschen ebenso wie für die vermeintlichen „Anderen“.
Noëlle Kröger, geboren 1997, studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. In den Arbeiten der Künstler*in stehen häufig Themen wie Gender, Theater und gesellschaftliche Zuschreibungen im Mittelpunkt, oft verbunden mit Tierfiguren und fantastischen Elementen. Bereits 2021 wurde die Arbeit „Das Unbehagen des guten Menschen“ nach Bertolt Brecht mit einem GINCO Award ausgezeichnet. „Meute“ gehörte 2024 zu den Finalisten des Comicbuchpreises der Berthold Leibinger Stiftung.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, eine Anmeldung wird empfohlen unter comic@stadtdo.de. Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Ich, das Tier. Vom bösen Wolf bis Donald Duck – Tiere im Comic“ des schauraum: comic + cartoon.
Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.
