Veranstaltungen in Dortmund
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8. Philharmonisches Konzert

Mit Werken von Ravel, Yoshimatsu und Mozart Maurice Ravel Ma mère l’oye Takashi Yoshimatsu Fagottkonzert Unicorn Circuit Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 „Jupiter“ Die Kindheit als eine bedeutsame Lebensphase ist eine Entdeckung des 19. Jahrhunderts. Robert Schumanns »Kinderszenen« sind ebenso musikalischer Ausdruck der Wertschätzung von Kindern wie Mussorgskys »Kinderstube« oder Debussys »Children’s Corner«. Für die Kinder einer befreundeten Familie schrieb Maurice Ravel im Jahre 1908 eine Fantasie über das Märchen »La belle au bois dormant« (»Dornröschen«) für Klavier zu vier Händen. Auf Wunsch von Freunden und seines Verlegers komponierte er 1910 vier weitere ähnliche Stücke, die er unter dem Titel »Ma mère l’oye« (»Mutter Gans«) zusammenfasste und bald darauf orchestrierte. Mit geradezu magischen Klängen lässt er uns in die Welt von Sagengestalten und Feen eintauchen. Ein verbreiteter Kindertraum ist es, auf dem Rücken eines Einhorns in geheimnisvolle Welten zu gelangen. Der japanische Komponist Takashi Yoshimatsu griff diesen Traum auf und nannte sein 1988 entstandenes, farbenprächtiges Fagottkonzert Unicorn Circuit (Einhorn-Kreislauf) . Er schildert in zauberhaften Klängen die Reisen eines Einhorns durch drei Jahreszeiten. Yoshimatsus Musik nimmt uns mit in Welten, die jenseits der Grenzen unserer Sinne liegen, in fantastische Regionen weitab des Alltäglichen. Wolfgang Amadeus Mozart greift in seiner letzten Sinfonie nicht auf außermusikalische Vorstellungen zurück, auch wenn ihre Bezeichnung als „Jupitersinfonie“ dies suggeriert. Indes, dieser Titel stammt nicht von Mozart selbst, sondern geht wohl auf den Geiger und Konzertveranstalter Johann Peter Salomon zurück. Völlig abwegig ist er aber nicht, solange man ihn auf die strahlende Festlichkeit bezieht, die ein wichtiges Charakteristikum der Sinfonie ist. Im Finale der Sinfonie hat man wegen der atemberaubenden kontrapunktischen Kunstfertigkeit, die Mozart in ihm beweist, den „höchsten Triumph der Instrumentalkomposition“ gesehen. Vielleicht liegt die größte Leistung Mozarts gar nicht in der dafür nötigen Gehirnakrobatik selbst, sondern darin, dass sie uns im Gewand der heitersten Entspanntheit begegnet.
