Anmietungs-Fonds bringt das „Weingrün“ in die City

Nach erfolgreicher Pop-up-Phase bleibt das Weinlokal jetzt dauerhaft

Bei „Weingrün Mitte“ dreht sich alles um den Wein – den Ausschank und Genuss vor Ort, aber auch den Verkauf für zu Hause. Im Fokus stehen dabei deutsche Qualitätsweine. Hinzu kommen kreative Tasting-Formate wie zum Beispiel Weinwanderungen und kulturelle Angebote. Geplant sind unter anderem Lesungen mit Weinbegleitung, Themenabende und Ausstellungen junger Dortmunder Künstler*innen, aber auch Bingo- und Quizabende.

„Unsere Zielgruppe sind alle, die Genuss, Kultur und Gemeinschaft lieben: von jungen Wochenmarkt-Gästen über Berufstätige im Feierabend bis hin zu Tourist*innen bei Großveranstaltungen“, sagt Deniz Özdemir. Gemeinsam mit Phil Couwenbergs und Patrick Hanxleden betreibt er die gleichnamige Weinbar „Weingrün“ im Unionviertel und seit Frühjahr 2025 den Weingarten „Schluck&Schnack“ an der Rennbahn in Wambel.

Standort bei Pop-up-Phase im Winter erprobt

Ende 2025 war „Weingrün“ bereits einmal als Pop-up-Angebot zu Gast im leerstehenden Ladenlokal an der Hansastraße 72. „Mit der dauerhaften Eröffnung an der Hansastraße erfüllen wir uns einen Traum: einen Standort im Wallring – direkt im Herzen der City, in der wir groß geworden sind“, sagt Özdemir. Geplant sind Öffnungszeiten von dienstags bis samstags sowie zu verkaufsoffenen Sonntagen vom Nachmittag bis in den späten Abend. Das genaue Eröffnungsdatum steht noch nicht fest, da erst Umbauten erfolgen. Losgehen soll es aber auf jeden Fall noch im Frühling.

Aktionsorientiertes Konzept ist wichtiger Faktor

„Das Angebot von ‚Weingrün Mitte‘ entspricht genau dem Profil des Hansaviertels, wo qualitätsbewusste Kundinnen und Kunden nach individuellen Erlebnissen suchen“, sagt Citymanager Tilmann Insinger. „Das Konzept mit vielen Aktionen ist zudem ein wichtiger Faktor für den Standort neben der Tiefgarageneinfahrt. Denn der liegt zwar sehr zentral, aber etwas abseits der Hauptflanierwege. Eine Gastronomie muss hier erst auf sich aufmerksam machen. Das wird dem ‚Weingrün Mitte‘ sicherlich gelingen. Und einmal entdeckt, ist die Lokalität dann unschlagbar gut zu erreichen – ob nach dem Besuch im Theater oder Schauspielhaus, auf dem Wochenmarkt oder auf dem Hellweg.“

Eigentümer steuert geförderten Umbau bei

Das Konzept hat auf Eigentümerseite auch Hermann Bense als Geschäftsführer der Verwaltungs-GmbH und Markus Gerhold als deren Projektentwickler überzeugt – gepaart mit den guten Erfahrungen aus der winterlichen Pop-up-Phase. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass Weingrün sich hier auch dauerhaft etablieren wird“, sagt Bense. „Neben dem Verzicht auf einen Teil der Miete haben wir deshalb auch mit einem Umbau unseren Teil dazu beigetragen, dass das Team unter optimalen Bedingungen starten kann.“ Dafür gab es die zusätzliche Umbau-Förderung aus dem Anmietungs-Fonds, die bis zu 7.500 Euro betragen kann.

So funktioniert der Anmietungs-Fonds

Die Kernförderung des Anmietungs-Fonds betrifft die Miete: Die Stadt mietet ein leerstehendes Erdgeschoss-Ladenlokal in der City für 70 Prozent der letzten Miete und vermietet es dann mit einem weiteren Rabatt weiter an neue Nutzer*innen: Die zahlen nur noch 20 Prozent der Altmiete. Die Differenz stemmt die Stadt mithilfe von Förderung aus dem Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“.

Jetzt noch bewerben

Wer selbst ein neues Angebot in die City bringen möchte, oder ein leerstehendes Ladenlokal zu vermieten hat, sollte sich beim Citymanagement melden. Das Team bietet intensive Beratung zu Anträgen rund um den Anmietungs-Fonds an und führt die perfekten Paarungen aus Immobilien und Nutzungen zusammen. Wer davon profitieren möchte, sollte allerdings nicht zögern: Der Anmietungs-Fonds ist abhängig von der Laufzeit des Landesförderprogramms. Daher enden alle jetzt noch neu beginnenden Förderungen zum 31. Dezember 2027. Je früher also ein Mietvertrag, desto größer ist in Summe die Unterstützung.

Alle Informationen zum Anmietungs-Fonds gibt es unter dortmund.de/citymanagement.

Der Anmietungs-Fonds wird gefördert aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ des Landes Nordrhein-Westfalen.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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