Neue Schwerpunkte für die Nordstadt: Unterstützung für Häuser, Handel und Engagement

In diesem Jahr endet der Auftrag des bisherigen, rein städtisch finanzierten Quartiersmanagements in der Nordstadt. Für die Zeit von 2027 bis 2030 schlägt die Verwaltung dem Rat einen veränderten Schwerpunkt vor. Für die Folgejahre bis 2034 ist dann ein erneuter Ratsbeschluss vorgesehen, denn auch für diesen Zeitraum stehen Fördermittel bereit. 

Im künftigen Aufgabenbereich des Sanierungsmanagements soll ein externer Auftragnehmer wichtige Aufgaben im südlichen Nordmarktquartier übernehmen – also im städtebaulichen Sanierungsgebiet. Vor allem dort soll das beauftrage Team die Eigentümer*innen von Immobilien intensiv dazu beraten, wie sie ihre Gebäude erhalten und aufwerten können und welche Regeln dabei zu beachten sind. Außerdem soll das Sanierungsmanagement daran mitwirken, Problemimmobilien zu verhindern beziehungsweise bestehende zu bearbeiten.

Südliche Münsterstraße steht im Fokus

Das Geschäftsstraßen-Management soll ebenfalls extern vergeben werden. Der Auftrag lautet, die südliche Münsterstraße im Herzen des Sanierungsgebiets voranzubringen. Dieses wichtige Versorgungszentrum der Nordstadt soll aktiviert und gestärkt werden. Dafür soll das Team einen kurzen Draht zu Eigentümer*innen und Gewerbetreibenden an der Münsterstraße pflegen und dabei helfen, Leerstände zu beheben, Veranstaltungen bewerben oder zum Beispiel zur Schaufenstergestaltung beraten.

Quartiersfonds fördert Projekte aus dem Stadtteil für den Stadtteil

Der Quartiersfonds schließlich soll das private und ehrenamtliche Engagement im gesamten Stadtteil unterstützen. Kleinteilige Förderungen von jährlich insgesamt 50.000 Euro für verschiedene Projekte sollen die Zivilgesellschaft stärken. Was gefördert wird, soll eine Jury des Stadtbezirksmarketings entscheiden.

Klassische Quartiersarbeit wird nicht weiterfinanziert

Zunächst nicht fortgeführt wird ab 2027 die klassische Quartiersarbeit in der bisher bekannten Form – mit der Organisation von Veranstaltungen, der Begleitung aller Stadterneuerungsprojekte und der engen Vernetzung in den drei Quartieren der Nordstadt. Der Grund ist die fehlende Finanzierung angesichts der angespannten Haushaltssituation. Gleichzeitig war der Antrag auf Städtebauförderung für diesen Baustein nicht erfolgreich. Die Verwaltung sucht daher nach alternativen Wegen, die wichtige Arbeit direkt am Puls der Quartiere fortzuführen.

Städtebauförderung ist gesichert

Für das Sanierungs- und das Geschäftsstraßen-Management sowie den Quartiersfonds sind Fördermittel aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ der Städtebauförderung des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt. Aus diesem Programm sollen 70 Prozent der Kosten in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro gedeckt werden. Der städtische Eigenanteil für vier Jahre läge damit bei insgesamt knapp einer Million Euro.


Quelle: PRESSE-SERVICE.DE.

Investigativ, lokal verwurzelt, hartnäckig in der Recherche. Konrad Faktenfels bohrt nach, wann andere aufhören zu fragen. Sichere Quellen, klare Haltung, leise Ironie. Seine Texte sind präzise gesetzt, Fakten geprüft, Thesen geschärft wie Kreide auf Schiefertafel.

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